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Mit dem Rheinsteig buhlt seit Mitte 2005 ein weiterer zertifizierter “Premium-Wanderweg” um die Gunst des interessierten Wanderers. Schon allein die Lage des Wegs auf der sonnigen rechten Rheinseite und seine Gesamtlänge über 320 abwechslungsreiche und geschichtsträchtige Kilometer zwischen Wiesbaden-Biebrich und der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn weckte in uns den Wunsch, diesen Wanderweg haut- und fußnah zu erleben. Die dabei in der Summe zu überwindenden Aufstiege über 10180 Höhenmeter konnten uns nicht davon abhalten, unsere 1. Rheinsteig-Etappe am 22.04.2007 am Biebricher Schloß zu beginnen. Bis Ende 2011 wollen wir - jeweils in sporadischen Tagestouren - in Bonn sein. Über unsere Erfahrungen und Etappeneinteilung wollen wir hier berichten und Ihnen natürlich unsere schönsten Fotos vom Rheinsteig präsentieren. Für alle weiteren Infos verweisen wir auf die (übrigens sehr gute und informative) spezielle Internetseite des Rheinsteigs unter www.rheinsteig.de
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Für unsere Tourenplanung auf dem Rheinsteig verwenden wir - neben der offiziellen Homepage zum Rheinsteig - den nebenstehenden Wanderführer “Abenteuer Rheinsteig”, der im September 2005 im Floh-Verlag / Görres Verlag Koblenz erschienen ist und auf insgesamt 224 Seiten alles Wissenswerte zum Rheinsteig enthält.
Auf die zum Rheinsteig erhältliche Faltkarte im Maßstab 1 : 50.000 der Landesvermessungsämter Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen (der Rheinsteig führt durch alle 3 Bundesländer) haben wir verzichtet, da wir uns vor jeder Tour lieber mit den TOP 50 - CDs (Topographische Karten) und dem Overlay zum Rheinsteig (Downloadlink hier) die jeweiligen Etappen in großer Auflösung am PC ausdrucken. Das ist wesentlich einfacher, als die z. T. mühsame Faltarbeit mit den fertigen Karten. Nach der 10. Regentour sind die Karten ohnehin kaum noch brauchbar.
Der Rheinsteig ist durchgängig mit dem ganz oben links gezeigten stilisierten R markiert, wobei die blaue Markierung dem Hauptweg entspricht und die gelbe Markierung die Zuwegung kennzeichnet. Nach unseren bisherigen Erfahrungen ist der Rheinsteig bis auf wenige Ausnahmen, die meist durch sinnlosen Vandalismus verursacht werden, sehr gut markiert. Über aktuell bestehende Umleitungen des Weges wird auf der Rheinsteig-Homepage informiert. Ein Klick dorthin kann daher vor jeder Tour nicht schaden. Wer wie wir über ein GPS-Gerät verfügt, kann sich die Wegpunkte bzw. Tracks der geplanten Etappe dort auch vorher auf sein GPS laden. Wer sich dann noch verläuft, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen...
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Und so sind wir die 320 km des Rheinsteigs bisher in Tagesetappen angegangen:
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1. Etappe, 22.04.2007:
Wiesbaden-Biebrich - Schlangenbad, ca. 16 Kilometer: Die Tour beginnt direkt am Rheinufer vor dem Biebricher Schloss. Kostenlose Parkplätze sind an einer Seitenstraße direkt an der Schlossmauer verfügbar. Zunächst der Flussrichtung des Rheins folgend führt der Weg über eine Brücke über den Hafen nach Schierstein hinein. Im Zickzack um einige Schrebergärten herum führt der Weg hinauf Richtung Frauenstein. An einem schönen Rastplatz besteht die Möglichkeit, sich aus dem Rucksack zu versorgen. Doch genau an diesem Rastplatz haben wir wohl nicht aufgepasst und landeten ohne Markierung mitten in Frauenstein. Den sehenswerten Goethestein und einen Aussichtspunkt haben wir dabei leider verpasst. In Frauenstein bestehen Einkehrmöglichkeiten, die wir aber aufgrund der vorherigen Rast nicht nutzten. Eine freundliche Joggerin wies uns schließlich wieder (immer noch ohne “R”-Markierung) auf den Rheinsteig zurück, der hier auf einem steilen Pfad bis zu einer Straße ansteigt. Über die Straße führt der R nun aussichtsreich in Richtung der Siedlung Georgenborn und vorbei an der Marxhütte nach Schlangenbad hinein. Im Zentrum befinden sich mehrere Cafés, wo man einkehren kann. Hier endete auch unsere erste Schnuppertour auf Rheinsteig über insgesamt 16 km, die noch ziemlich unspektakulär war.
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2. Etappe, 03.06.2007:
Schlangenbad - Kloster Eberbach, ca. 15 Kilometer: Unseren Kleinbus stellten wir auf dem kostenlosen Parkplatz hinter dem Kurhaus von Schlangenbad ab. Von hier aus ist der Zubringer zum Rheinsteig schon gelb markiert. Direkt vor dem sehensweren Kurhaus trifft mann dann auf die blaue Markierung des Hauptwegs, der in südwestlicher Richtung in den Wald ansteigt. Auf schönen Waldpfaden wandert man fast direkt gegenüber zum Herweg langsam absteigend in Richtung Rhein. Achtung: Der Rheinsteig folgt hier nicht dem schwarzen “R” des Rheinhöhenwegs! Besonders schön zu wandern ist der Weg nahe Rauenthal in Richtung Waldgaststätte Rausch. Auf der “Rausch” wartete eine schöne Überraschung auf uns: Dort gab es doch tatsächlich dunkles Andechser Klosterbier vom Fass! Wer hätte das mitten im Rheingau erwartet? Ein Genuß, dieses süffige Bier! Nach zwei “Halben” und bei mittlerweile gut 26 Grad quälten wir uns - allerdings mit toller Aussicht auf den Rhein, Eltville und Kiedrich - wieder hinauf in den Wald und am “Weinberg der Ehe” vorbei zur Ruine Scharfenstein mit gut erhaltenem Wehrturm, der aber nicht begehbar ist. Auf steilem Pfad ging es von dort hinab nach Kiedrich, einem urigen Weinort. In der Straußwirtschaft “Prinz” kehrten wir ein und genossen diverse Riesling-Weine sowie eine kleine Vesper. Die letzten 4 Kilometer bis zum Kloster Eberbach ging es dann noch einmal stetig bergauf, bis wir die Tour in der Klosterschänke abschlossen. Eine superschöne, aber bei dieser Hitze doch etwas anstrengende Tour. Im sehr gut erhaltenen Kloster Eberbach wurden übrigens Teile des Films “Der Name der Rose” gedreht.
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3. Etappe, 28.10.2007:
Kloster Eberbach - Johannisberg, ca. 12 Kilometer: Diese Etappe begannen wir am Westparkplatz (nur für Busse) des Klosters Eberbach. Von dort geht es gleich ziemlich steil auf einem Waldpfad, weiter oben auf einem Schotterweg stetig leicht ansteigend zum Unkenbaum hinauf. Dort angekommen biegt der Rheinsteig scharf nach links ab. Hier fehlen mindestens 2 blaue “R”-Markierungen für den Hauptweg! Da wir aber eine Karte dabei hatten, folgten wir zunächst dem gelben “R” (Zuwegung) und erreichten nach rd. 300 Metern an einer Linksabbiegung in einen Feldweg wieder das blaue “R”. Über eine Teerstraße hinweg führt der Weg an einer Pferdekoppel (mit Ruhebänken) vorbei zum Waldrand. Oberhalb von Hallgarten befindet sich eine alte überdachte Hütte, die sich hervorragend zur Rast eignet und auch noch einen tollen Blick bietet. In vielen Windungen führt der Rheinsteig weiter durch die Weinberge und schließlich um die Kühnsmühle herum. An der Kühnsmühle steht draußen ein Kühlschrank und eine Geldkassette, wo man sich für 2,00 € z. B. eine Flasche Bier herausnehmen kann. Toller Service, vielen Dank! Von der Kühnsmühle aus erreicht man bald das Schloss Vollrads, wo man unbedingt einkehren und den hauseigenen Riesling und einen frischen Flammkuchen genießen sollte. Kurz vor Johannisberg zweigt der Rheinsteig nach rechts ansteigend ab. Wir gingen jedoch geradeaus weiter und erreichten über die Hauptstraße, vorbei an der Einfahrt zum Schloß, das Zentrum von Johannisberg. Zum Abschluß kehrten wir in der empfehlenswerten Gaststätte “Zum Landhaus” ein. Insgesamt war dies eine relativ leichte Tour mit vielen sehr schönen Ausblicken auf den Rhein und Oestrich-Winkel. Als Rheinsteig-Schnuppertour können wir diese Etappe wärmstens weiterempfehlen. Die Markierung war, von dem kurzen Stück am Unkenbaum abgesehen, vorbildlich. Da bei unserer Digitalcamera der Akku defekt war, können wir Ihnen von dieser Tour leider keine Fotos anbieten, sorry!
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4. Etappe, 25.11.2007:
Johannisberg - Rüdesheim, ca. 16 Kilometer: Um uns den stetigen Anstieg nordöstlich von Johannisberg zu ersparen, begannen wir diese Etappe oberhalb von Johannisberg dort, wo der Rheinsteig die L 3272 kreuzt. Auf schönem Waldpfad gelangt man dort recht bald zum Kloster Marienthal, wo man einen steilen Abhang hinabsteigen muss. Bei feuchtem Boden sind dort Wanderstöcke dringend zu empfehlen. Am Kloster vorbei steigt der Rheinsteig wieder an und zweigt nach rechts auf einen schmalen Pfad ab. Dieser Pfad war jedoch am 25.11.2007 wegen Unpassierbarkeit mit Trassierband abgesperrt. Wir mussten daher die Straße weitergehen und in Marienthal die nächstfolgende nach rechts abbiegende Straße nehmen, um an deren Ende wieder auf den Rheinsteig zu gelangen, der jetzt über eine Straße hinweg und vorbei an einem Grillplatz mit Schutzhütte auf einem schönen Waldweg in Richtung Geisenheim / Rüdesheim führt. Mitten durch die Weinberge geht es dann im Zickzack hinauf zur imposanten Abtei St. Hildegard. An der Abteimauer findet sich dann mit einer gelben Jakobsmuschel auf blauem Grund auch ein Hinweis auf den “Camino de Santiago”, den Jakobsweg, der seit dem Bestseller von Hape Kerkeling “Ich bin dann mal weg...” in aller Munde ist. In der Abtei St. Hildegard befindet sich daher auch eine Pilgerherberge. Von dort geht es mit stets toller Aussicht auf den Rhein durch die Weinberge oberhalb von Rüdesheim bis zum Niederwalddenkmal mit der Germania. Der Kiosk dort oben war allerdings zu dieser Jahreszeit nicht geöffnet. Einkehrmöglichkeit bestand jedoch im etwas unterhalb des Völkerschlachtdenkmals gelegenen Lokal “Zum Rebenhaus”. Wir zogen es allerdings vor, auf dem gelben “R” nach Rüdesheim hinabzusteigen und die berühmte “Drosselgasse” zu besuchen, die selbst am Totensonntag von Japanern überfüllt war. Zum Abschluß kehrten wir dort “Bei Hannelore” ein. Sehr empfehlenswertes Lokal mit überaus netten Damen im Service und Live-Musik schon am Nachmittag!
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5. Etappe, 04.05.2008:
Rüdesheim - Lorch (Schiffsanleger), ca. 21 Kilometer: Wir parkten am Parkplatz 4 (gebührenpflichtig) in Rüdesheim und gingen von dort zunächst etwa 500 Meter zur Talstation der Seilbahn. Für satte 4,50 € (Erwachsene, nur Bergfahrt) fuhren wir mit der 2er-Kabinenbahn aussichtsreich zum Niederwalddenkmal hinauf. Den auf www.rheinsteig.de angegebenen speziellen Rheinsteig-Stempel gab es jedoch nach Auskunft im dortigen Kiosk leider nicht. Aber mit einem dort vorhandenen älteren Denkmal-Stempel in unserem Wanderbuch waren wir natürlich auch mehr als zufrieden. Nun ging es auf schönem Waldweg hinein in den Niederwald zum Aussichtsturm Rössel und weiter zur Zauberhöhle, die mit Taschenlampe (Feuerzeug) und eingezogenem Kopf durchaus begangen werden kann. Von dort erreicht man schnell das Jagdschloß, dessen ausgehängte Restaurant-Preisliste uns aber abschreckte (1 Portion Spargel für 18,00 €? Nein, danke!). An einem Tiergehege mit Damwild vorbei ging es weiter zur Bergstation des Sesselliftes und dann ganz hinunter nach Assmannshausen. Vorher rasteten wir aber noch in einer Schutzhütte mit schönem Blick auf den gegenüber liegenen Höllenberg, der uns kurze Zeit später noch einen stetigen, aber dafür sehr aussichtsreichen Anstieg bescherte und so seinem Namen alle Ehre machte. Erst kurz vor einem Pavillon, von dem aus man schon das Tagesziel Lorch erkennen konnte, wurde es dann wieder etwas flacher. Am Ende des fahrbaren Weges nahm uns ein nur fußbreiter, fast alpiner Pfad auf (bei Regen wegen Rutschgefahr sicher kaum begehbar!), der uns noch etwas weiter nach oben führte. Vorbei am herrlichen 3-Burgen-Blick näherten wir uns immer weiter dem Städtchen Lorch und verließen hier den Rheinsteig, um auf dem direkten Weg (dachten wir!) hinunter nach Lorch zu gehen und uns den Wispertal-Schlenker des Rheinsteigs zu schenken. Dies war allerdings - im Nachhinein betrachtet - keine besonders kluge Entscheidung, da sich dieser Weg bis über die Wispermündung und weiter zum Schiffsanleger doch noch barbarisch zog. In der gut besuchten (aber mit etwas indisponierten Bedienungen besetzten) Gaststätte am Schiffsanleger in Lorch beendeten wir diese anstrengende, aber sehr aussichtsreiche Etappe. Zur passenden Zeit kann man von hier durchaus auch mit dem Linienschiff nach Rüdesheim zurückfahren. Infos hier: www.k-d.com.
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6. Etappe, 22.05.2008:
Lorch - Kaub, ca. 14 Kilometer: Vom Parkplatz an der Wisper-Mündung aus starteten wir diese Etappe in Richtung Kaub. Über einen Hohlweg, der später auf einer Brücke überschritten wird und einen schönen Blick auf Lorch freigibt, ging es zunächst steil bergauf. Der alpine Pfad zur Ruine Nollig ist nur bei Trockenheit begehbar (Warntafel beachten!). Ab der Nollig folgt Genusswandern pur mit herrlicher Aussicht auf das Rheintal. Im Niedertal wird an einem Rastplatz die Landesgrenze zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz überschritten. An einer Infotafel befindet sich dort auch ein Wanderbuch, in das man sich (mehr oder weniger geistreich) verewigen kann. Danach folgt noch einmal ein steiler Anstieg auf einem Pfad, der nach etlichen Höhenmetern aber dann endlich nach links abzweigt. In einer Waldschneise eröffnet sich erstmals ein toller Blick auf den Pfalzgrafenstein und Kaub. An einer Wegkreuzung kann man sich entweder für den direkten Weg nach Kaub (1,9 km) oder den eigentlichen Rheinsteigverlauf über das Volkenbachtal (4,0 km) entscheiden. Wir sind den längeren Weg gegangen und haben es nicht bereut. Unmittelbar vor der Burg Gutenfels (z. Z. Baustelle) geht es dann steil hinab nach Kaub, wo sich gleich mehrere Einkehrmöglichkeiten befinden. Die Rückfahrt nach Kaub kann entweder mit dem Zug oder dem Schiff erfolgen. Wir entschieden uns aus Zeitgründen allerdings für ein Taxi. Diese Etappe war das bisherige Highlight am Rheinsteig, aber es kommen ja noch 12 weitere Touren... ;-)))
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7. Etappe, 03.10.2008:
Kaub - St. Goarshausen, ca. 21 Kilometer (mit Abkürzung über den Loreley-Treppenweg): Am Tag der deutschen Einheit hatten wir uns die als “Königsetappe” des Rheinsteigs geltende Strecke von Kaub bis St. Goarshausen vorgenommen. Von einem kostenlosen Parkplatz direkt am Rheinufer aus ging es bei traumhaftem Herbstwetter unter der Bahnstrecke hindurch in ein schmales Gässchen und dann über viele Treppen hinauf durch die Weinberge in Richtung Dörscheid. Auf einem schmalen Pfad mit herrlichem Blick auf den Rhein erreicht man nach ca. 4 km fast stets ansteigend den Ort Dörscheid. Genusswandern pur! Noch vor dem ersten Haus (Gaststätte) zweigt der Weg nach links ab. Nachdem Dörscheid passiert ist, geht es wieder zum Rhein zurück und dort auf einen alpinen, mit dicken Drahtseilen gesicherten Felssteig, der gleichzeitig einen grandiosen Blick auf das linksrheinische Oberwesel bietet. Auf diesem Pfad sollte man aber schon genau hinsehen, wo man hintritt. Hier macht der Rhein”steig” seinem Namen alle Ehre! Nun geht es in einem weiten Bogen in das Urbachtal hinunter und auf der anderen Seite gleich wieder steil hinauf. Hier ist gute Kondition gefordert! An einem Aussichtspunkt lässt sich dann deutlich erkennen, dass man für nur rd. 300 Meter Luftlinie eine anstrengende Laufstrecke von gut 4 km zurück gelegt hat. Auf dem weiteren Weg lässt sich dann bald der Loreleyfelsen erkennen. Doch der Rheinsteig macht bis dahin noch einige Schleifen. In Leiselfeld befindet sich direkt an der Strecke eine empfehlenswerte Einkehrmöglichkeit (zwar nur Flaschenbier, aber ein guter Tresterbrand). Über Felsenkanzel und Spitznack erreicht man dann die Loreley. Hier ist besonders der etwas abseits liegende Biergarten zu empfehlen, der einen unbeschreiblich schönen Blick auf den Rhein, die Burg Katz und St. Goarshausen bietet. Außerdem gibt es hier eine gute Bockwurst zum vernünftigen Preis. Da wir dort etwas länger gesessen hatten und Regenwolken aufzogen, entschieden wir uns, für den direkten Weg nach St. Goarshausen über die 410 Stufen des Loreley-Treppenweges hinab. Nach rd. 21 km endete diese Tour, die sicher zu unseren schönsten Wandertouren aller Zeiten zählt, in einem Café in St. Goarshausen.
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8. Etappe, 10.04.2009:
St. Goarshausen - Kestert, ca. 15 Kilometer: Die Tour begannen wir in der Nähe des Bahnhofs in St. Goarshausen. Zunächst in nördliche Richtung ging es direkt am Friedhof links eine Treppe und anschließend einen ziemlich steilen und anstrengenden Weg hinauf. Dabei bieten sich schöne Rückblicke auf St. Goarshausen und den Rhein. Ganz oben bietet sich an der stabil gebauten Nocherner Hütte auch bei schlechtem Wetter eine hervorragende Rastmöglichkeit. Mit tollen Ausblicken auf den Rhein geht es weiter in Richtung Burg Maus, wo über einen schmalen Pfad in Serpentinen bis ins Tal nach Willmich abgestiegen werden muss. In Willmich haben wir den kleinen Umweg zum Gasthaus Germania gerne in Kauf genommen. Sehr empfehlenswert. Von Willmich aus folgt erneut ein langer Anstieg in weitläufigen Serpentinen bis auf 285 m hinauf, der einige Kondition erfordert. Danach steigt der Rheinsteig zunächst über einen alpin anmutenden Pfad in die Pulsbachklamm ein und an deren hinterem Ende geht es an der anderen Seite des Taleinschnittes schließlich nach Oberkestert hinauf. Direkt am Steig befindet sich in Oberkestert wieder eine schöne Einkehrmöglichkeit bei sehr netten Damen. An der Straße zwischen Kestert und Oberkestert muss man schließlich den Rheinsteig verlassen, um auf einem steilen Pfad nach Kestert hinab zu gelangen. Im Hotel Krone beendeten wir diese etwas anstrengende, aber auch sehr schöne Tour nach rd. 15 km. Im Hotel Krone gibt es auch einen offiziellen Rheinsteig-Stempel für das Wanderbuch.
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9. Etappe, 03.05.2009:
Kestert - Kamp-Bornhofen, ca. 10 Kilometer: Vom Bahnhof in Kestert (Parkmöglichkeit) gingen wir zunächst (links vom steilen Rheinsteig-Pfad) die Straße in Richtung Oberkestert hinauf. An einer scharfen Rechtskurve der Straße kommt man geradeaus wieder auf den Rheinsteig, wo man über einen Hohlweg weiter aufsteigen muss. Über einige Kehren im Wald gelangt man an die Hindenburgaussicht, wo man von einem schmalen Felsvorsprung aus eine herrlichen Blick zurück auf Kestert oder rheinabwärts auf das linksrheinische Bad Salzig hat. Auch die “feindlichen Brüder”, die Burgen Liebenstein und Sterrenberg, sind von hier aus schon zu erkennen. Der Rheinsteig führt dann weiter nach Lykershausen hinein, wo an der Ecke Kirchstraße eine “Rheinsteig-Rast” zum Verweilen einlädt. Sehr empfehlenswert. Vorbei an blühenden Rapsfeldern ging es weiter auf einem traumhaften Waldpfad mit 2 Wildtoren, bevor man die Burg Liebenstein (Einkehrmöglichkeit) erreicht. Hier bietet sich eine toller Blick auf das gegenüberliegende Bad Salzig. Nur wenige 100 Meter weiter kommt man an die Burg Sterrenberg, wo wir für 3,00 € eine nicht gerade billige, aber gute Maibowle geniessen konnten. Da es nicht bei der einen Bowle blieb und inzwischen Regenwolken aufzogen, beschlossen wir, die Tour schon in Bornhofen zu beenden und nicht mehr nach Osterspai weiter zu gehen. Nach dem Abstieg über die Zufahrtsstraße von der Burg Sterrenberg ist Bornhofen talabwärts in ca. 10 Minuten zu erreichen. Der Rheinsteig geht jedoch auf der rechten Straßenseite eine steile Holztreppe hinauf, die wir uns allerdings für die nächste Tour aufgehoben haben. Lt. unserem Schrittzähler sind wir von Kestert bis Bornhofen exakt 10 km gelaufen.
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10. Etappe, 11.10.2009:
Kamp-Bornhofen - Braubach, ca. 18 Kilometer (mit Abkürzung): Unterhalb der Zufahrt zur Burg Sterrenberg befindet sich ein kleiner Wanderparkplatz, wo wir diese Tagestour begannen. Etwas unterhalb des Parkplatzes führt auf der gegenüberliegenden Straßenseite gleich eine steile Holztreppe nach oben (Foto links). Über weitere Kehren geht es insgesamt ca. 150 Höhenmeter hinauf auf die Hindenburghöhe oberhalb von Kamp-Bornhofen. Der Rheinsteig macht dann eine lange Schleife über Filsen und Osterspai (ca. 5 Mehrkilometer!). An einem kleinen Wasserwerk hat man aber die Möglichkeit, geradeaus weiter zu wandern und dann direkt den Ortsrand von Osterspai zu erreichen. Diesen Weg sind wir gegangen und haben uns den langen Umweg über Filsen erspart. Am nördlichen Ende von Osterspai kommt man dann direkt wieder auf den Rheinsteig. Mit gelegentlichen schönen Ausblicken auf Spay (linksrheinisch) und Osterspai müssen mehrere kleine Zwischentäler umrundet werden, bevor man dann ins Dinkholder Bachtal ganz hinab muss, um nach Bachüberquerung gleich wieder in vielen Serpentinen relativ mühsam anzusteigen. Oben angekommen, eröffnen sich aber schon erste Blicke auf die Marksburg und das direkt unterhalb befindliche Braubach, unser heutiges Tagesziel. Der Rheinsteig führt jedoch nicht direkt hinüber zur Marksburg, sondern auf dem aussichtsreichen und schmalen Zecherweg zunächst fast ganz hinunter bis an die Bahnlinie und dann wieder hinauf zur Marksburg. Wir entschieden uns jedoch dafür, die Marksburg auszusparen und direkt nach Braubach hinunter zu gehen. In Braubach kehrten wir nach insgesamt ca. 18 km lt. Schrittzähler zum Abschluss in die zum “Hotel zum Schwanen” gehörende und stilvoll restaurierte alte Mühle ein. Dort wurden wir auch als verschwitzte Wanderer zuvorkommend und freundlich bedient. Dafür bedanken wir uns.
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11. Etappe, 04.07.2010:
Braubach - Niederlahnstein (Wirtshaus an der Lahn), ca. 11 Kilometer: Vom Busparkplatz in Braubach (einen Langzeit - PKW-Parkplatz haben wir leider nicht gefunden) geht es durch eine Unterführung in die Stadt hinein, wo man bald auf die Rheinsteig-Markierung trifft. An der linken Seite der Hauptstraße geht es zunächst eine Treppe und dann einen schmalen Pfad hinauf. Oben bietet sich ein schöner Rückblick auf Braubach und die Marksburg. Nach dem Absteig in ein kleines Zwischental geht es gleich wieder hinauf Richtung Kerkertser Platte. Bevor man dort ankommt, muss eine steile Passage auf blankem Schiefergestein überwunden werden, die mit Seilen gesichert ist. Bei feuchter Witterung besteht hier erhöhte Rutschgefahr. Oben angekommen, lädt eine schöne Hütte zur Rast. Nund geht es wieder bergab bis hinunter zu den Häusern von Einmuth. Im Ort folgt der Rheinsteig nach rechts einem Bachlauf durch den Ort, der in einen Waldweg mündet. Zunächst leicht, dann immer steiler ansteigend geht es hinauf zum Ernst-Wagner-Park am Kurzentrum in Oberlahnstein. Etwa 200 Meter auf der Teerstraße nach links findet sich eine Tennisanlage mit Gaststätte, wo wir durstigen Wanderer erst einmal einkehrten. Empfehlenswert! Zurück am Rheinsteig durchwandert man das Kurzentrum. Bald bietet sich mit dem “Waldhaus” eine weitere Einkehrmöglichkeit. Nun führt den Rheinsteig auf einem Serpentinenweg in das Tal der Lahn hinab, die auf einer Fußgängerbrücke überquert wird. An der rechten Lahnseite entlang erreicht man bald den Einstieg zur Ruppertsklamm. Dort wollen wir aber erst bei unserer nächsten Etappe hin. Wir gingen daher nach ca. 1,5 km weiter geradeaus an der Lahn entlang, wo man bald einen schönen Blick auf die Burg Lahneck hat. Im “Wirtshaus an der Lahn” beendeten wir diese mit rd. 11 km relativ kurze, aber bei fast 30 Grad durchaus anstrengende Tagestour.
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Und hier kommt unsere eigene Fotoserie vom Rheinsteig:
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Fortsetzung folgt !
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