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Fernwanderweg E9
E9karte
BuchE9

Nachdem wir die 1800 Kilometer des Europäischen Fernwanderweges E1 durch Deutschland bereits zurückgelegt hatten, suchten wir eine neue Herausforderung auf einem weiteren interessanten Fernwanderweg in Deutschland. Mit dem Ostseeküsten-Teil des Europäischen Fernwanderweges E9, der von Ahlbeck auf Usedom über rd. 400 Kilometer nach Travemünde (oder umgekehrt...) verläuft, sind wir “fündig” geworden. Besonders fasziniert hat uns dabei die Tatsache, dass dieser Weg fast ausschliesslich in Küstennähe verläuft und man auf diese Weise alle bekannten Ostseebäder zu Fuß kennen lernen kann. Hinzu kommt, dass die Höhenunterschiede auf diesem Weg sehr gering sind und dieser so auch für ältere Wanderer (wir haben einige sehr aktive Mitglieder, die über 60 Jahre alt sind) problemlos zu bewältigen ist. In der Zeit von September 2005 bis September 2008 haben wir nun diese rd. 400 km mit insgesamt 4 Wanderwochen absolviert. Unsere Erfahrungen auf dem E9 und die schönsten Fotos dieser Tour möchten wir Ihnen hier präsentieren.

DVD_E9
E9mark

Für die Planung der Einzeletappen auf dem E9 ist das in 2004 im Verlag “Grünes Herz” erschienene Buch “Osteeküsten-Wanderweg E9” von Johanna Jawinsky sehr hilfreich (ISBN: 3-935621-94-9). Das Buch ersetzt jedoch nicht detailliertes Kartenmaterial, das wir uns mit der “Mecklenburg-Vorpommern 3D - DVD” von “Magic Maps” besorgt haben. Diese DVD enthält ein Overlay vom E9, das man sich in die Kartenausschnitte hineinladen und etappenweise am PC ausdrucken kann. Die Karten sind von sehr guter Qualität und im Maßstab 1 : 25.000 verfügbar (ISBN: 3-935603-51-7).

Links sehen Sie die Wegmarkierung des E9, ein blauer Balken auf weißem Spiegel

Unsere zurückgelegten Etappen auf dem Fernwanderweg E9:

1. Etappe: Ahlbeck - Heringsdorf - Bansin - Ückeritz - Kölpinsee (Usedom), rd. 21 km:

Unsere 1. Etappe auf dem E9 begannen wir am 25.09.2005 direkt am Bahnhof in Ahlbeck, von dem aus man nach rd. 1 km die sehenswerte Seebrücke erreicht. Ein Hinweisschild auf den Europäischen Fernwanderweg E9 (so wie beim E1 an der Kupfermühle) oder eine Wegmarkierung suchte man in Ahlbeck allerdings vergebens. Wir orientierten uns daher ausschließlich anhand der (ausgedruckten) 1:25.000er Karte von unserer DVD mit unterlegtem Overlay vom E9. Der Weg folgte der auch zu dieser Jahreszeit noch stark frequentierten Strandpromenade nach Nordwesten in Richtung Heringsdorf. Zwischen Ahlbeck und Heringsdorf konnten wir auch erstmals eine Wegmarkierung (blauer Balken auf weißen Spiegel) entdecken. Nach rund 6 km (hinter dem Seebad Bansin) wurde es dann endlich etwas ruhiger auf der Strecke, die nun die Steilküste hinauf zum Langenberg führte. Von dort aus boten sich immer wieder schöne Ausblicke auf den Strand und die Ostsee. Auf der Freiterrasse am Forsthaus Langenberg bot sich eine (empfehlenswerte) Einkehrmöglichkeit. Weiter führte der nun etwas besser markierte E9 am strandnahen Wald auf einer Teerstraße entlang eines Campingplatzes bis zur Strandpromenade von Ückeritz, wo sich mit dem Strandcafé “Utkiek” ein weitere schöne Einkehrmöglichkeit bot. Entlang dem Kölpinsee beendeten wir die 1. Etappe am dortigen Bahnhof, der sich etwa 1 km abseits des E9 befindet und fuhren mit dem Zug zu unserer Ferienwohnung in Trassenheide zurück.    

2. Etappe: Kölpinsee - Zinnowitz - Trassenheide - Karlshagen - Wolgast, rd. 31 km:

Vom Bahnhof Kölpinsee aus gingen wir zunächst an den Strand. Um etwas mehr von der Ostsee zu sehen, wanderten wir (etwas abseits vom E9) zunächst direkt an der Brandung entlang zur Seebrücke nach Koserow. Da es sich im feinen weißen Sand aber nicht ganz so gut laufen ließ, begaben wir uns ab Koserow wieder direkt auf den spärlich markierten E9 nach Zempin und anschließend entlang der Strandpromenade von Zinnowitz. Von Zinnowitz aus führte uns ein breiter und ausnahmsweise relativ gut markierter Waldweg nach Trassenheide. Zwischen Trassenheide und Karlshagen sind der Küstenradweg und der Wanderweg endlich einmal getrennt, so dass man nicht ständig den Radfahrern ausweichen muss. Auf einem sandigen Waldweg erreichten wir Karlshagen. Hier verließ der E9 für längere Zeit die Ostsee und führte durch den gesamten Ort hinüber zum Peenestrom. Wieder mit dem Radweg vereint, ging es über viel Beton und Teer hinunter nach Wolgast. Über die in 1996 errichtete Klappbrücke hinweg erreichten wir den Bahnhof am Wolgaster Hafen.

3. Etappe: Wolgast - Hohendorf - Wrangelsburg - Groß-Kiesow, rd. 29 km:

Im Stadtgebiet von Wolgast befand sich keine einzige Wegmarkierung! Eine Schande für den betreuenden Verein! Wir orientierten uns daher nur an unserem Kartenausdruck und dem Overlay aus der DVD. Der Bahnhofstraße folgend erreichten wir leicht ansteigend das Peene-Stadion und entdeckten erst dort wieder das erste Wegzeichen. Durch eine längere Gartenkolonie und ein kleines Waldstück erreichten wird den Ort Hohendorf. In einem weiten Bogen führte der E9 zu einem Waldgebiet und an einem schmalen Pfad am Waldrand und einer Kiesgrube entlang zur B 111. Der stark befahrenen B 111 musste nun etwa 500 m gefolgt werden, was wir für lebensgefährlich und unverantwortlich halten! Hier ist dringend eine (u. E. durchaus mögliche) Streckenänderung erforderlich! Über die B 111 hinweg führte der Weg durch ein gut 8 km langes Waldstück in Richtung Wrangelsburg. Kurz vor Wrangelsburg weicht die Wegbeschreibung im Jawinsky-Buch (von 2004) von dem E9-Overlay aus der DVD (von 2005) stark voneinander ab. Lt. Jawinsky geht es über Hanshagen nach Greifswald, lt. Overlay jedoch über Groß-Kiesow und Weitenhagen dorthin! Die vor Ort vorgefundene (aber schon einige Jahre alte!) Wegmarkierung weist wie im Jawinsky-Buch an Wrangelsburg vorbei nach Hanshagen. Da es aber in Hanshagen keine Zuganbindung der UBB gibt, folgten wir dem neueren E9-Overlay (jedoch ohne jegliche Markierung vor Ort) in Richtung Bahnhof Groß-Kiesow. In Wrangelsburg bot sich mit dem “Dorfkrug” eine empfehlenswerte Einkehrmöglichkeit (Dienstag Ruhetag). Über eine lange Teerstraße überquerten wir hinter Wrangelsburg die ebenfalls stark befahrene B 109. Über einen sandigen und gepflasterten Feldweg erreichten wir Krebsow und über die wenig befahrende, aber für Wanderer sehr unattraktive Kreisstraße 12 nacheinander die Orte Kessin und Schlagtow, bevor wir am Bahnhof in Groß-Kiesow ankamen und von dort im 2-Stunden-Takt nach Trassenheide zurückfahren konnten. 

4. Etappe: Groß-Kiesow - Guest - Weitenhagen - Greifswald (Bahnhof), rd. 17 km:

Vom Bahnhof Groß-Kiesow aus folgten wir zunächst der Kreisstraße 11, bevor der Weg hinter einer Meierei nach links in einen steinigen und sandigen Feldweg abbog. Am Ende einer Siedlung bog der E9 erneut nach links auf die Kreisstraße 10 ab, auf der wir nach rd. 2 km den kleinen Ort Guest erreichten und in seiner Gesamtlänge durchwanderten (keine Einkehrmöglichkeit). Hinter Guest wurde an einer Schranke mit Sprechanlage die Bahnlinie Greifswald - Wolgast überschritten. Danach ging es direkt auf einen etwa 4 km langen schönen Waldweg, der südlich an Weitenhagen vorbeiführt und dann nach rechts durch eine Siedlung in Richtung Greifswald abzweigt. Über eine Überführung der neuen Umgehungsstraße (B 96) von Greifswald erreichten wir schließlich die Südstadt. An einem dicken, aber gefällten Baum am Wegesrand konnten wir wieder unsere Wegmarkierung entdecken. Ansonsten befindet sich im Stadtgebiet von Greifswald keinerlei Wegmarkierung! Wer wandert denn auch schon in Greifswald? Durch die gesamte Südstadt und das Zentrum erreichten wir nach weiteren rd. 5 km den Hauptbahnhof von Greifswald.

Unsere Tipps:

Von Trassenheide aus können alle Start- und Zielpunkte auf dem E9 zwischen Stralsund und Ahlbeck/Usedom bequem mit der “Usedomer-Bäderbahn GmbH” (UBB) erreicht werden. Einen aktuellen Fahrplan erhalten Sie hier: http://www.ubb-online.com/fahrplan.html. Für Zugfahrten auch über die Insel Usedom hinaus (ab Wolgast) empfehlen wir die Wochenkarte “Usedom Plus”, mit der Sie günstig beliebig viele Zugfahrten zwischen Ahlbeck-Grenze und Barth machen können. Es gibt ausreichend Direktverbindungen ohne Umsteigen mindestens im 2-Stunden-Takt.

Wegen der schlechten und zum Teil gänzlich fehlenden Wegmarkierung des E9 ist zum Abwandern unbedingt gutes und neues Kartenmaterial (wie z. B. die obige DVD mit E9-Overlay) erforderlich. Unser Garmin-GPS hatten wir sicherheitshalber zwar dabei, haben es aber (bisher) nicht benötigt.

Da der E9-Wanderweg sehr häufig mit dem E9-Radweg zusammen läuft, sollten Sie Ihre E9-Wanderung unbedingt außerhalb der Ferienmonate im Sommer planen! Wir empfehlen die Zeit zwischen Anfang September und Mitte Oktober.

5. Etappe: Greifswald (Bahnhof) - Gristow (Hotel Waldeslust), rd. 17 km:

Vom Bahnhof Greifswald aus war der E9 aus der Stadt heraus erstaunlicherweise sehr gut markiert. Um einen Golfplatz herum verlor sich die Markierung jedoch wieder und wir folgten ausschließlich unseren unverzichtbaren Kartenausdrucken mit E9-Overlay aus der MV-DVD in Richtung Steffenshagen. Vorbei an Klein-Petershagen erreichten wir eine Wegspinne, wo wir wieder auf die erste Markierung trafen. Diese zeigte jedoch fälschlicherweise nach links, unserer Karte nach mussten wir aber unbedingt halbrechts auf einen grob gepflasterten Reiterweg abbiegen, was wir dann auch taten. Hinter einem Bahnübergang bogen wir nach links auf einen Betonplattenweg ab, der uns in den kleinen Ort Kowall führte. Nach Überqueren der B 96a erreichten wir in einem Waldstück das empfehlenswerte “Hotel Waldeslust”, wo wir einkehrten und diese Tagesetappe bei mehreren kühlen Wernesgrünern nach insgesamt 17 km beschlossen. Anmerkung: Im Jawinsky-Buch ist noch die alte Strecke über Kirchdorf angegeben! Die E9-Markierung vor Ort weist ebenfalls noch über Kirchdorf und sollte schleunigst geändert werden.

6. Etappe: Gristow (Hotel Waldeslust) - Stralsund, rd. 29 km:

Wir starteten am “Hotel Waldeslust” und erreichten durch ein Waldstück und über Kalkvitz endlich wieder die Boddenküste. Über einen schönen Uferpfad mit stetigem Blick auf Rügen kamen wir nach gut 12 km zum Fähranleger nach Stahlbrode, wo sich mehrere Einkehrmöglichkeiten (z. B. im “Fährhaus”) boten. Stets an der Küste entlang erreichten wir einen Obelisken, der früher die Fischereigrenze zwischen Greifswald und Stralsund markierte. Über eine Holzbrücke kamen wir nach ca. 3 km in ein schönes Waldgebiet (wo wir mit Schildern vor herunterfallendem Totholz gewarnt wurden) und durch den Ort Niederhof über eine Teerstraße nach Brandshagen. Dort bot sich mit der “Gaststätte Zum Kutschbock” eine weitere Einkehrmöglichkeit. Wegmarkierungen suchte man hier allerdings vergeblich. Von Brandshagen aus folgten wir der alten gepflasterten B 96 (die neue stark befahrene B 96a wurde fast direkt neben die alte Strecke gebaut) nach Stralsund. Unser Tipp: Wer diese kilometerlange Pflasterstrecke seinen Füßen nicht zumuten will, ist gut beraten, von Brandshagen aus mit dem Bus nach Stralsund zu fahren. Auch die Vorstadt von Stralsund war eher trist und ist Wanderern nicht wirklich zu empfehlen. Wir beendeten unsere Tagesetappe im Stadtteil Andershof und kehrten nach insgesamt 29 fußmordenden Kilometern in die “Gode Stuub” in der Greifswalder Chaussee 77a zum Abendessen ein. Dieses Lokal empfehlen wir allerdings gerne weiter.   

7. Etappe: Stralsund (Hafen) - Klausdorf, rd. 14 km (wegen starkem Regen abgebrochen):

Da wir nicht noch einmal in die triste Vorstadt von Stralsund wollten, starteten wir die nächste Etappe gleich vom Stralsunder Hafen aus.Durch ein größeres Wohngebiet erreichten wir den Campus eines Berufsbildungszentrums und mehrerer Schulen. Am Ende des Schulgeländes, das komplett durchquert werden musste, fanden wir exakt eine einzige E9-Markierung. Wow! Parallel zur Straße durchquerten wir den Ort Parow mit einem ansehnlichen Gutshaus. Zunächst auf einem Teerweg, dann über Betonplatten ging es weiter nach Klein-Damnitz und über den Damm des Prohner Stausees. Dort setzte dann sehr starker Regen ein, der uns trotz Schirmen durch den gleichzeitigen Wind in kurzer Zeit völlig durchnässte. Über eine Kreisstraße erreichten wir naß bis auf die Haut den Ort Klausdorf. Die einzige Gaststätte in diesem Ort hatte - wie könnte es anders sein - natürlich geschlossen. In der dortigen Bushaltestelle besorgten wir uns mit dem Handy ein Taxi aus Stralsund (Tipp: Telefonnummer von Taxiunternehmen unbedingt vorher im Handy abspeichern!) und fuhrern zurück nach Stralsund, wo wir uns im Café Speicher einige köstliche “Duckstein” reingepfiffen haben. Die Etappe war hier natürlich mit nur 14 km Tagesleitung frühzeitig beendet. Eigentlich wollten wir noch mindestens weiter bis Barhöft.   

8. Etappe: Klausdorf - Nisdorf, rd. 23 km:

So schnell wie der Regen kam, hatte er sich auch wieder verzogen. Von Klausdorf aus ging es auf die nächste Etappe, die uns zunächst über einen sehr schönen Waldpfad nach Barhöft führte. Barhöft ist ein sauberes kleines Örtchen mit einem idyllischen Hafen. In einem Kiosk kann man sich außerdem mit dem Nötigsten versorgen. Zunächst durch ein Naturschutzgebiet, in dem wir sogar einen jungen Weißkopf-Seeadler beobachten konnten und dann weiter über einen langen Feldweg erreichten wir Wendisch-Langendorf und über einen fast endlosen Betonplattenweg schließlich Hohendorf. Die einzige Einkehrmöglichkeit dort befindet sich neben dem sehenswerten Schloss, jedoch war dort erst ab 14.00 Uhr geöffnet. Wir waren also exakt eine Stunde zu früh und zogen daher Rucksackverpflegung im Schlosspark vor. Ausschließlich über Teerstraßen und Teerwege folgten wir dem (nach wie vor unmarkierten) E9 über Kinnbackenhagen bis nach Nisdorf, wo wir diese Etappe nach insgesamt 23 km beendeten.

9. Etappe: Nisdorf - Barth, rd. 16 km:

Bei bedecktem Himmel begannen wir diese Tour an der Bushaltestelle am Schloß in Nisdorf. Nur markiert mit grün-weißen Radwegweisern, jedoch ohne jegliche E9-Markierung führte die Strecke zunächst in südlicher Richtung durch ein Wohngebiet und dann rechts abbiegend auf einem geteerten Feldweg durch die Wiesen der typischen Boddenlandschaft. Auf der Deichkrone erreichten wir ein kleines Waldstück, das entgegen den Angaben in unserer Karte nicht mehr umgangen, sondern nun direkt durchwandert werden kann. Am “Hafen” oberhalb von Neu-Bartelshagen befand sich ein überdachter Pavillon, der zur Rast und Stärkung aus dem Rucksack einlud. Geschickte Hände haben dort mit der Motorsäge aus einem Baumstamm auch eine sehenswerte Sitzbank entstehen lassen. Weiter über geteerte Wege und stets begleitet von eindrucksvollen Flugformationen von Kranichen und Graugänsen erreichten wir ein mit Windkraft betriebenes Pumpwerk, an dem sich ebenfalls ein Pavillon befand. Da von dort aus der Deich nicht begangen werden darf, mussten wir einen Umweg von gut 1 km in Kauf nehmen, um dann in weitem Bogen wieder zurück an die Küste zu gelangen. Erneut auf der Deichkrone und anschließend auf geteerten Wegen gingen wir vorbei am Ort Dabitz, bevor der E9 nach links an einer Allee ansteigend in Richtung Barth abbog. Über den Uetzberg mit Schutzhütte und vorbei an einer verfallenen reetgedeckten Scheune bei Glöwitz erreichten wir die Jugendherberge am Donnerberg. Zunächst über einen Betonplattenweg und dann über die Bürgersteige von Barth erreichten wir den Hafen der Vinetastadt, wo wir diese Etappe nach rd. 16 km beendeten. Einkehrtipp: Öffentliche Clubgaststätte “Vinetablick” direkt links vorne am Yachthafen. 

10. Etappe: Barth - Zingst, rd. 16 km:

Immer der Hauptstraße nach Pruchten folgend und wieder nur mit Radwegweisern markiert verließen wir Barth bei strömendem Regen. Nach dem Stadtteil Tannenheim überquerten wir die Straße nach Bodstedt in nordwestlicher Richtung. Auf schmalem geteertem Weg durch den Wald, immer verfolgt von mehr oder weniger klingelnden Radfahrern, ging es westlich am Ort Pruchten vorbei. Entlang den Resten eines stillgelegten alten Eisenbahnviaduktes aus verrostetem Stahl passierten wir Bresewitz und überquerten die bewegliche Meinigenbrücke. Direkt auf dem alten Bahndamm querten wir die Hauptstraße nach Prerow und erreichten im Waldstück Freesenbruch eine Radwegkreuzung, die links nach Prerow und rechts zum Hafen Zingst führt. Der E9 führt aber geradeaus weiter und erreicht nach einem Zickzackkurs um Häusergruppen, der mit relativ neuen Holzwegweisern mit der Aufschrift “Wanderweg Barth” markiert ist, schließlich die Strandstraße von Zingst, die nach einigen hundert Metern zu einem Parkplatz direkt hinter dem Deich und dem Strand führt. An der Strandpromenade war unsere Regenetappe nach insgesamt 16 km beendet und der Regen hatte auch endlich aufgehört.

11. Etappe: Zingst - Prerow - Ahrenshoop, rd. 30 km:

Diese lange Tour begannen wir erneut bei Regenwetter auf dem als Rad- und Fußweg ausgebauten Deich direkt vor dem Strand in Zingst. Nach fast endlos erscheinenden 6 Kilometern auf diesem Teerweg erreichten wir den Stadtrand von Prerow, wo wir aufgrund nicht vorhandener Markierung etwas vom E9 abkamen. Über die Bergstraße, die nach links abbiegende Waldstraße und letztlich den nach rechts abbiegenden Bernsteinweg erreichten wir schließlich das Waldschlösschen, auf dessen gegenüberliegenden Seite das große Waldstück auf dem Darß beginnt. Dort fanden wir auch erstmals wieder unsere blau-weiße E9-Markierung, die den Einstieg in diesen Wald in Richtung Leuchtturm am Darßer Ort deutlich kennzeichnete. Auf schmalem Waldpfad, direkt neben dem stark durch Pferdefuhrwerke ausgefahrenen Hauptweg und ständig erschreckt durch unvermittelt von hinten klingelnde Radfahrer, erreichten wir ein Wegekreuz, an dem man entweder die 1,5 km zum Darßer Ort weiterwandern (und anschließend wieder hierher zurückkehren) oder scharf links auf dem E9 in Richtung Ahrenshoop abbiegen muss. Aufgrund der Gesamtlänge dieser Etappe haben wir auf den Abstecher zum Leuchtturm Darßer Ort (mehr ist da nicht...) verzichtet. Mindestens 6 km ging es nun, zunächst auf schnurgeradem Waldweg, dann auf quer oder auch längs liegenden Betonplatten hinab zum großen Kreuz, an dem der E9 nach rechts abbiegt und allmählich wieder dicht an die Ostseeküste heranführt. Wieder links abbiegend erreichten wir nach rd. 2 km erneut eine Deichkrone, die nach weiteren 3 km in das sehenswerte Seeheilbad Ahrenshoop (wenn da nur nicht die häßliche Ruine des ehemaligen Kurhauses aus DDR-Zeiten wäre) hineinführte. Im Restaurant “Zur Robbe” in der Dorfstraße 29 kehrten wir zum Abschluss dieser anstrengenden 30 km - Tour ein, glücklicherweise ohne jegliche Ausfälle bei allen 6 Teilnehmern.  

Leserkommentar zur 11. Etappe von Adi Golbach aus Berlin am 09.01.2008:
Toll Eure Reiseberichte, animierend und sehr hilfreich. Las gestern den Bericht über die Etappe 11 des E9, weil meine Frau und ich da auch noch mehr entdecken wollen. In Prerow wandern wir schon seit Jahren regelmäßig auf dem Darß, daher dazu hier ein Hinweis: auf Eurer Wanderung seid ihr im Darßwald leider zu früh links ab in Richtung Ahrenshoop abgebogen. Ihr schreibt, wegen der Gesamlänge dieser Etappe hättet Ihr auf den Abstecher zum Leuchtturm Darßer Ort verzichtet, "(mehr ist da nicht...)". Letzteres stimmt (zum Glück) nicht. Im Gegenteil ist die Darßspitze einer der interessantes Orte an der ganzen Ostseeküste. Es gibt dort ein sehenswertes Museum über den Darß, seine Entstehung und sein immer noch ständigen Werden seit der Eiszeit und über seine Flora und Fauna. Man lernt z.B., dass der Darß durch Wind und Meeresströmung immer noch weiter verändert wird und die Spitze jedes Jahr einige Meter nach Norden wächst. Man kann auch die Nordspitze erwandern (ca. 4 km Umweg) und ein einmaliges Naturschutzgebiet und Vogelreservat erleben. Am Weststrand findet man wegen der ständigen Abtragung von Land, das dann an der Nordspitze wieder angetragen wird, versteinerte Meeresigel, Bernstein und sogenannte Hühnergötter, das sind bizarr geformte Feuersteine, die man früher den Hühnern mit ins Nest gelegt hat, damit sie mehr Eier legen. Schließlich gibt es am Leuchtturm eine schnuckelige kleine Gaststätte, wo eine Rast lohnt. Soviel also zu der Bemerkung "mehr ist da nicht...".
Vielleicht könnt Ihr ja für künftige Leser eine Fußnote mit Link zu meinem Hinweis einbauen, manch einer wird vielleicht dankbar sein.
Schöne Grüße - Adi Golbach, Berlin
 

Unsere Tipps:

Im gesamten Gebiet “Fischland - Darß - Zingst” bestehen relativ gute Busverbindungen über die Verkehrsgemeinschaft Nordvorpommern (VGN). Über deren Liniennetz und die Fahrpläne können Sie sich hier informieren.

In Ahrenshoop gibt es kein Taxi-Unternehmen. Für die Abholung per Taxi in Ahrenshoop wird nach unseren eigenen Erfahrungen eine zusätzliche Anfahrtspauschale von 10,00 EUR fällig! (Stand: September 2007) Sofern zeitlich noch möglich, sollten Sie daher immer den VGN-Bus bevorzugen.

12. Etappe: Ahrenshoop - Graal-Müritz (OT Müritz), rd. 23 km:

In der Dorfstraße in Ahrenshoop starteten wir bei Kaiserwetter zur nächsten Etappe, die ganz sicher zu den schönsten Touren auf dem E9 gehört. Die Hauptstraße querend erreichten wir den Strand und nach rd. 500 Metern nahe dem Café Buhne 12 den Aufgang zu einem schmalen Strandweg an der hier beginnenden Steilküste. Direkt vor dem Café Buhne 12 bietet sich ein traumhafter Blick auf den Strand und die Ostsee, der schon unzählige Maler inspiriert hat. Hier befindet sich auch eine Webcam. An dem von Sanddorn und Wildrosen gesäumten sandigen Pfad geht es stets an der Steilküste entlang in Richtung Wustrow. An einigen Stellen ist hier die Steilküste abgestürzt, so dass man diese abgesperrten Teilstrecken jeweils nach links auf sandigen Feldwegen umgehen muss, bevor man an die Strandpromenade von Wustrow gelangt. Von dort aus gingen wir über einige Kilometer weiter auf einer geteerten Deichkrone in den langgezogenen Ort Dierhagen hinein, bis kurz vor dem Ort Neuhaus das weitere Betreten des Deiches verboten war. Ohne jegliche Markierung durchwanderten wir eine Ferienhaussiedlung in Neuhaus bis wir - stets am Rand des Naturschutzgebietes “Großes Moor” - das “Hotel Düne” in Graal-Müritz, Ortsteil Müritz, erreichten. Hier beendeten wir diese tolle Etappe nach rd. 23 km. Ein Wegweiser mit der Aufschrift “Warnemünde 14 km” versprach uns für den nächsten Tag eine lockere Schlussetappe für diese Wanderwoche. Dass solche Angaben aber nicht immer der Realität entsprechen, sollten wir erst am nächsten Tag erfahren...  

13. Etappe: Graal-Müritz (OT Müritz) - Warnemünde (Fähre) , rd. 18 km:

Bei bestem Wanderwetter starteten wir in Müritz an der befestigten Strandpromenade in Richtung Graal. Nach ca. 3,5 km werden Wanderer und Radfahrer in der Ortslage Graal durch ein Hinweisschild mit einem roten Pfeil nach links und der Aufschrift “Internationaler Rad- und Wanderweg” abrupt vom Strand verwiesen. Da jede weitere Markierung fehlte, irrten wir zunächst an einem Pumpwerk vorbei quer über einen Campingplatz, bis wir an dessen Ende nach rechts in ein größeres Waldstück eintraten, an dessen Anfang wir die blau-weiße E9-Markierung endlich wiederfanden und erneut in Richtung Küste gingen. Kurz vor erreichen derselben, bog der Weg deutlich markiert und zusätzlich mit “E9” beschriftet nach links in Richtung Markgrafenheide ab. Nach einigen Abzweigungen im Wald erreichten wir schließlich eine offene, aber überdachte Holzhütte, an der wir uns für folgende beiden Möglichkeiten, nach Markgrafenheide zu gelangen, entscheiden konnten: Strandweg - 4 km oder Waldweg 7 km. Wir entschieden uns für den kürzeren Strandweg und marschierten direkt an der Brandung entlang weiter. Nach mehr als einer Stunde Laufzeit (also gut 5 bis 6 km) wählten wir den erstmöglichen Aufgang vom Strand und gelangten an einen bewirtschafteten Kiosk, wo wir uns zunächst stärkten. Am Ende eines älteren Kinder- und Jugendheimes (oder sowas ähnliches) hielten wir uns nach der Schranke nach rechts und fanden zu unserer Überraschung wieder die blau-weiße Markierung, der wir in Richtung Hohe Düne folgten. Nach wenigen Kilometern überquerten wir einen Parkplatz und standen an der Straße zur Fähre nach Warnemünde, jedoch viel weiter vorne, als in unserer Karte angegeben. Immer der Straße entlang und vorbei an einem sehr langgezogenen Kasernengelände kamen wir an der Fähre über die Warnow an, von wo aus der grüne und der rote Leuchtturm von Warnemünde bereits zu sehen war. Wir zogen am Automaten ein Ticket für 1,20 € und fuhren hinüber auf die andere Seite. In einem Biergarten, direkt am Kai der großen Kreuzfahrtschiffe (hier lag gerade die “Saga Rose” mit Heimathafen in Nassau/Bahamas) beendeten wir diese Etappe nach 18 km (und nicht nach 14, wie am Vortag auf dem Wegweiser in Müritz angegeben) bei strahlendem Sonnenschein und schauten eine Zeit lang dem regen Schiffsverkehr auf der Warnow zu. Gleichzeitig war dies der Abschluss unserer mittlerweile 3. Wanderwoche auf dem E9. 

14. Etappe: Warnemünde (Kurhaus) - Heiligendamm (Oase Strand), rd. 26 km:

An der Promenade direkt vor dem Kurhaus in Warnemünde begannen wir unsere 4. und letzte Wanderwoche auf dem E9. Erstaunt waren wir zuerst über die horrenden Parkgebühren. Ein Tagesticket kostet hier 12,00 €! Wahnsinn! Doch mangels anderweitiger Parkmöglichkeiten für unseren 9-Sitzer mussten wir diese “Kröte” schlucken. Doch nun zurück zum E9: An der Promenade entlang geht es in westlicher Richtung in einen strandnahen und sehr gepflegten Waldstreifen hinein. Hier finden sich auch erste Markierungen für den E9. Nach einigen Kilometern herrlichen Waldpfads erreicht man Nienhagen. Durch das Nienhäger Holz, ein kleines breiteres Waldstück, kommt man schließlich wieder direkt die Steilküste, wo durch entsprechende Schilder vor zu nahem Herangehen an die Kante der Steilküste gewarnt wird. In einiger Entfernung kann man von dort aus schon die weißen Hotels von Heiligendamm erkennen. Der Weg dorthin führt allerdings über mehrere Kilometer auf einem geteerten Weg mit Parkplätzen. Der direkte Weg durch Heiligendamm endet vor dem Komplex des neuen Kempinksi-Hotels, den nur Hotelgäste passieren dürfen. Schließlich wollen die “Geldsäcke” in ihren teuren Suiten ja unter sich sein. Wanderer müssen daher den Kempinski-Komplex weiträumig umrunden. In Richtung Kühlungsborn erreichten wir schließlich eine kleine Strandbar (Oase), wo wir wegen einsetzendem Regen diese Etappe nach rd. 26 Kilometern beendeten und uns ein Taxi zurück nach Warnemünde bestellten. Die restlichen ca. 6 Kilometer bis Kühlungsborn haben wir uns geschenkt.

15. Etappe: Kühlungsborn - Rerik (Hafen), rd. 18 km:

Im schönen und sehenswerten Küstenstädtchen Kühlungsborn gingen wir auf die nächste Etappe. Hier kostete das Tages-Parkticket dann nur noch 4,00 €. Na also, geht doch! Das größte Wunder: In und um Kühlungsborn ist der E9 ganz hervorragend markiert. Im Hotel “Schloss am Meer” gibt es sogar eine spezielle Stempelstelle für den E9! Klasse! Zunächst in Strandnähe führt der Weg nach Westen, bevor man am Ortsrand ein Sperrgebiet auf einem Teerweg umgehen muss. Vor Meschendorf fürht der E9 aber wieder direkt an die steinige Ostseeküste zurück Hier bietet sich nahezu ständig ein herrlicher Blick auf die Ostsee. Auf einem sandigen Pfad führt der E9 weiter nach Rerik, wo man schließlich den Hafen am Salzhaff erreicht. An der weitläufigen Hafenpromenade in Rerik bieten sich diverse Einkehrmöglichkeiten. Hier beendeten wir diese schöne Tagestour nach rd. 18 Kilometern Wanderstrecke bei einigen Bierchen und einem tollen Eis.

16. Etappe: Rerik (Hafen) - Alt Bukow, rd. 19 km:

Diese Etappe begannen wir in Rerik am Hafen, wo es zunächst auf der linken Seite des Salzhaffs auf einem schönen Pfad am Wasser entlang geht. Anschließend zweigt der Weg an einer E9-Markierung nach links in den Ort Roggow ab. Ab Rogow gelangt man auf einem neu angelegten Radweg (der in unserer Karte von 2004 natürlich nicht eingezeichnet ist) über ca. 5 km Teer nach Teßmannsdorf. Über Feldwege geht es dann weiter nach Pepelow. Hier muss auf gut 1 km direkt an der Landstraße bis nach Klein-Strömkendorf entlanggehen. Wegen des Verkehrs sicher keine gute Wegführung! Ab Klein-Strökendorf folgt dann eine öde und langweilige Teerstrecke durch die “Pampa” von Meck-Pomm nach Bantow und Alt-Bukow. Dort hatten wir dann im Hotel Schmidt (übrigens sehr nette und wandererfreundliche Inhaber!) genug von dieser Teerstrecke und bestellten uns nach einer Tagesleistung von 19 Kilometern dort ein Taxi. Auf die restlichen ca. 16 km Teerstrecke bis nach Wismar haben wir dankend verzichtet.

17. Etappe: Wismar - Wohlenberg, rd. 30 km:

Auf dem großen und erstaunlicherweise kostenlosen Parkplatz am Hafen in der Nähe des Zeughauses in Wismar begannen wir diese Etappe. Leider bot sich hier kein einziger Hinweis auf den E9 oder gar eine weiß-blau-weiße Markierung. Anhand unserer Karte gelangten wir in westlicher Richtung an einen Verkehrskreisel, in dessen Nähe ein Wegweiser auf den Ostsee-Radweg hinwies. Diesem Wegweiser folgten wir und gelangten an einer großen unübersehbaren Werft vorbei und durch ein Wohngebiet an die Seebrücke von Wendorf und auf einen Weg entlang der Wismarbucht. Hier waren wir lt. Karte auf jedem Fall richtig. Nach gut 4 km zweigt der Weg bei Fliemsdorf nach links ab und führt durch den Ort Zierow wieder an die Küste. Hier folgt ein schönder naturbelassener Pfad bis an die Seebrücke von Hohen Wieschendorf. Um den nur mühsam passierbaren Weg (direkt im weichen Sand am Strand) um die Landzunge von Hohen Wieschendorf zu sparen bogen wir an einer nicht fertig gewordenen Ferienhaussiedlung nach Hohen Wieschendorf ab und erreichten über Beckerwitz-Ausbau mit der Wohlenberger Wiek die andere Seite der Küste. An 2 Zeltplätzen vorbei erreichten wir nach ca. 10 km den Ort Wohlenberg. Da wir nun schon 30 Km auf dem Schrittzähler hatten, wollten wir die restlichen ca. 6 km bis nach Boltenhagen nicht mehr weiterlaufen und beendeten die Etappe in Wohlenberg.

18. und letzte Etappe: Boltenhagen - Groß Schwansee, rd. 21 km:

Unsere letzte Etappe auf dem E9 begannen wir im schönen Seebad Boltenhagen. An der Seepromenade entlang führt der Weg zunächst nach Westen in den Stadteil Redewisch und auf einen traumhaften Pfad direkt an der hohen Steilküste entlang. Ja, genau so hatten wir uns eigentlich den ganzen E9 vorgestellt! Doch leider nerven auch hier klingelnde Radfahrer von hinten. In einem kleinen Waldstück steht dann noch ein stählerner Ausguck, von dem aus wohl zu DDR-Zeiten Republikflüchtlinge auf der Ostsee ausgemacht werden sollten (und wahrscheinlich auch sind). Ein Schild mit “Kaffee und Kuchen, 300 m” war so unübersehbar plaziert, dass wir diesen kleinen Umweg, der zu einem Zelt an einem Golfplatz führt, in Kauf nahmen. Die dort gegessene selbstgebackene Schwarzwälder-Kirschtorte können wir wärmstens weiterempfehlen. Zurück an der Küste geht der Pfad dann weiter bis an den Strand bei Steinbeck und mündet dort leider in einen ca. 2 m breiten und relativ frisch geteerten Radweg. Unsere Hoffnung, dass dieser Teerweg bald endet und wieder zum Pfad wird, erwies sich leider als vergeblich. Da auch nach gut 10 km Teer und Pflaster noch immer kein Ende dieses fußmordenden Belags in Sicht war, beendeten wir diese Etappe in einer tollen kleinen Allee vor dem Gutsschloß Groß Schwansee. Nach Priwall, unserem eigentlichen Ziel, wären es noch weitere 12 km gewesen, die wir aber unseren kaputten Füßen nicht mehr zumuten wollten. Und so endeten hier unsere insgesamt 4 Wanderwochen in 4 Jahren über insgesamt exakt 398 Kilometer an nahezu der gesamten Mecklenburg-Vorpommerschen Ostseeküste.

Unser Fazit zum Europäischen Fernwanderweg E9 (Teilstück Ostseeküste in Meck-Pomm):
Die rd. 400 km von Ahlbeck/Usedom bis Priwall/Travemünde bestehen zu mehr als 60% aus festem Untergrund (Teer, Betonplatten und Pflaster) und sind daher für Wanderer weniger geeignet. Dennoch bietet dieser Weg an vielen Stellen hervorragende und reizvolle Ausblicke auf die fast ständig präsente Ostsee. Wir würden diesen Weg allerdings nicht noch einmal komplett abwandern, sondern dann doch lieber das Fahrrad nehmen. Speziell für Wanderer sind aber folgende Teilstücke besonders empfehlenswert: a) Bansin - Koserow + Zinnowitz - Karlshagen auf Usedom; b) Kalkvitz - Niederhof am Strelasund; c) Klausdorf - Barhöft - Zarrenzin; d) Prerow - Ahrenshoop - Graal-Müritz auf dem Darß; e) Warnemünde - Nienhagen; f) Boltenhagen-Redewisch - Steinbeck im Klützer Winkel. Den Rest kann man sich getrost schenken (oder wenn es sein muss mit dem Rad abfahren)!

Und hier unsere komplette E9 - Fotoserie für alle Etappen zwischen Ahlbeck und Groß Schwansee:

Seebrücke Ahlbeck/Usedom

Seebrücke Ahlbeck/Usedom

Blick auf den Strand von Ahlbeck

Blick auf den Strand von Ahlbeck

Seebrücke Heringsdorf

Seebrücke Heringsdorf

Heringsdorf, Kaiser-Wilhelm-Villa

Heringsdorf, Kaiser-Wilhelm-Villa

Aufstieg zum Langenberg

Aufstieg zum Langenberg

Steilküste Usedom

Steilküste Usedom

Schöne Ausblicke auf den Strand

Schöne Ausblicke auf den Strand

Im Wald nach Ückeritz

Im Wald nach Ückeritz

Kölpinsee

Kölpinsee

Am Strand nach Koserow

Am Strand nach Koserow

Zurück auf dem E9-Radweg

Zurück auf dem E9-Radweg

Seebrücke Koserow

Seebrücke Koserow

Strandzugang Trassenheide

Strandzugang Trassenheide

Zwischen Karlshagen und Wolgast

Zwischen Karlshagen und Wolgast

Klappbrücke in Wolgast

Klappbrücke in Wolgast

Hinter Hohendorf auf Betonplatten

Hinter Hohendorf auf Betonplatten

Wrangelsburg

Wrangelsburg

Bahnhof Groß-Kiesow

Bahnhof Groß-Kiesow

Auf der K11 hinter Groß-Kiesow

Auf der K11 hinter Groß-Kiesow

Am Südrand von Greifswald

Am Südrand von Greifswald

Nordrand von Greifswald

Nordrand von Greifswald

Rast auf Strohballen

Rast auf Strohballen

Klassischer Ost-Betonplattenweg

Klassischer Ost-Betonplattenweg

Stahlbrode, Fähranleger nach Rügen

Stahlbrode, Fähranleger nach Rügen

Uriger Pfad an der Küste

Uriger Pfad an der Küste

Grenzstein zwischen Greifswald und Stralsund

Grenzstein zwischen Greifswald und Stralsund

Stadtrand Stralsund

Stadtrand Stralsund

Stralsund Hafen

Stralsund Hafen

Starker Regen vor Klausdorf

Starker Regen vor Klausdorf

Rast in Kinnbackenhagen

Rast in Kinnbackenhagen

Strandweg nach Nisdorf

Strandweg nach Nisdorf

Kurz hinter Nisdorf

Kurz hinter Nisdorf

Schöne Bank bei Neu-Bartelshagen

Schöne Bank bei Neu-Bartelshagen

Am Hafen von Barth

Am Hafen von Barth

An der Meinigenbrücke

An der Meinigenbrücke

Strand in Zingst

Strand in Zingst

Auf dem Deich nach Prerow

Auf dem Deich nach Prerow

Wegweiser im großen Darß-Wald

Wegweiser im großen Darß-Wald

Ortseingang Ahrenshoop

Ortseingang Ahrenshoop

Die schönste Ansicht von Ahrenshoop

Die schönste Ansicht von Ahrenshoop

Steilküste Ahrenshoop

Steilküste Ahrenshoop

Kurz vor Wustrow

Kurz vor Wustrow

Wegweiser in Müritz

Wegweiser in Müritz

E9-Markierung im Wald hinter Graal

E9-Markierung im Wald hinter Graal

An der Brandung nach Markgrafenheide

An der Brandung nach Markgrafenheide

An der Fähre nach Warnemünde

An der Fähre nach Warnemünde

Rast am Kai vor der "Saga Rose"

Rast am Kai vor der "Saga Rose"

Warnemünde Strand

Warnemünde Strand

Westlich von Warnemünde

Westlich von Warnemünde

Endlich vernünftige Wegweiser!

Endlich vernünftige Wegweiser!

Warnung an der Steilküste

Warnung an der Steilküste

Kühlungsborn

Kühlungsborn

E9-Stempelstelle Kühlungsborn

E9-Stempelstelle Kühlungsborn

Steiniger Ostseestrand

Steiniger Ostseestrand

Kurz vor Rerik

Kurz vor Rerik

Küstenpfad am Salzhaff

Küstenpfad am Salzhaff

Wismar

Wismar

Wohlenberger Wiek

Wohlenberger Wiek

Steilküste Boltenhagen-Redewisch

Steilküste Boltenhagen-Redewisch

...weil´s so schön war, gleich nochmal!

...weil´s so schön war, gleich nochmal!

Hinter Steinbeck

Hinter Steinbeck

Unser E9-Endpunkt Groß Schwansee

Unser E9-Endpunkt Groß Schwansee

Letzte Aktualisierung am 30.09.2008; Eine Fortsetzung unserer Wanderungen auf dem E9 ist derzeit nicht geplant!

bams-e9

Artikel aus “BILD am Sonntag” vom 25.09.2011. Dank an die Redaktion für den Verweis auf unsere Homepage!

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